Spontanität schafft Struktur

Detlef Aderholds vielfarbige, geheimnisvolle Malereien entziehen sich gängigen Zuweisungen. Sie gratwandeln in spannungsvoller Uneindeutigkeit zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, zwischen künstlerischem Kalkül, Experiment und Zufall. Er verweigert sich nicht nur bündigen Kategorien, sondern auch inhaltlicher Eindeutigkeit. Statt dessen führt er eine ständige konsequente und intensive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Bildes selbst. Dessen assoziative Kraft, dessen Eigengesetzlichkeit und immanente Logik wird anschaulich erfahrbar.

Dr. Gabriele Himmelmann, Kunsthistorikerin